Christentum
Das Christentum ist mit ca. 2 Milliarden Anhängern die größte Religion der Erde und eine der sieben Weltreligionen. Der Begriff Christentum wird erstmals in einem Brief des syrischen Bischofs Ignatius von Antiochia erwähnt. Die Anhänger des Christentums nennen sich selbst Christen. Die Apostelgeschichte erzählt, dass die Nachfolger Christi den Namen Christen zuerst von den Ungläubigen der syrischen Stadt Antiochia erhielten, in welche sie nach den ersten Verfolgungen in Palästina geflohen waren.
Das Christentum ist eine monotheistische, gestiftete und missionierende Religion. Ihre Wurzeln liegen im Judentum des zweiten Tempels, in Palästina, zur Zeit der römischen Herrschaft vor circa 2000 Jahren. Das Christentum geht zurück auf die jüdischen Jünger des Jesus von Nazareth. Jesus wird von den Christen als der Christus, also der jüdische Messias verehrt sowie als der Mensch gewordene Gottessohn.
Christentum wird auch häufig synonym zu Christenheit verwendet.
Glaubensinhalte
Das C. ist seinem Wesen nach Offenbarungs- und Erlösungsreligion. Kennzeichnend für den christl. Glauben ist die Lehre von der Trinität, der Dreieinigkeit Gottes in den Erscheinungsweisen Vater, Sohn und Hl. Geist; zentraler Inhalt ist zunächst Jesus Christus selbst, der ›Sohn Gottes‹ und der verheißene Messias (Christus) (1),der sich durch seinen Tod am Kreuz den Menschen gleichgestellt hat und durch seine Auferstehung von den Toten die Menschen von ihrer Sünde erlöst hat, zum anderen die im Evangelium des NT verkündete ›Frohe Botschaft‹ Jesu vom ›Reich Gottes‹, das, im AT bereits verhießen, in seiner Person begonnen hat und das Heil für alle Menschen, den Zugang zum wahren ›ewigen‹ Leben bedeutet. Da der Mensch auch in seinem positiven Streben als Sünder gilt, kann die ›Rechtfertigung‹ des Sünders und das Reich Gottes nur von Gott her kommen. Auch der vom Menschengewollte Glaube vermag die Distanz zw. Gott und den Menschen nicht zu überwinden. Die Grundaussagen des christl. Glaubens sind im Apostolischen Glaubensbekenntnis formuliert. Dennoch werden sie unterschiedlich interpretiert, so dass es keine einheitl. Organisationsform gibt, in der sich alle Christen zusammengeschlossen hätten. Allen Christen gemeinsam aber ist die Auffassung, dass die Christen insgesamt eine Einheit bilden. Sichtbares Zeichen für die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Christen ist die Taufe.
(1) für alle die den Herrn Jesus Christus als ihren persönlichen Heiland angenommen haben.
Es geschah ihnen aber, dass sie ein ganzes
Jahr in der Versammlung zusammenkamen und eine zahlreiche Menge lehrten, und
dass die Jünger zuerst in Antiochien Christen genannt wurden.
Apostelgeschichte 11,26
Ein Christ ist ein Anhänger des Christentums.
Christ wird man, wenn man Jesus Christus als seinen persönlichen Herrn und Heiland annimmt.
Das Wort "Christ" war ursprünglich die Eindeutschung von "Christus" (griech. Gesalbter, Messias), dem schon im neuen Testament genannten Hoheitstitel für Jesus. Anhänger Christi wurden im Deutschen bis ins 19. Jahrhundert "Christianer" (daher der Vorname Christian, oder "Christenmensch" genannt. Aus letzterem entstand durch Verkürzung das Wort "Christ" in seiner heute üblichen Bedeutung.
Ein Christ richtet sein Leben nach der Bibel aus und pflegt mit Jesus
Christus den persönlichen Kontakt im Gebet. Ein Christ ist nicht fehlerfrei,
aber er weiss, dass Jesus für seine Sünden gestorben ist, zudem hat er die
Hoffnung auf ewiges Leben.
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